Institut & Team

Drei Stimmen,
ein Institut.

Das IRPP vereint langjährige Erfahrung in der forensischen Sachverständigentätigkeit mit fundierter psychotherapeutischer Ausbildung — unter einem gemeinsamen Dach.

Fachbibliothek im Institut: Werke zur Rechtspsychologie und Psychotherapie.
Das Institut

Zwei Felder, ein gemeinsames Fundament.

Das Institut für Rechtspsychologie und Psychotherapie Oldenburg steht für fachlich fundierte Arbeit in zwei eigenständigen psychologischen Tätigkeitsfeldern: der rechtspsychologischen Sachverständigentätigkeit und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie.

Beide Bereiche werden personell und methodisch klar voneinander getrennt geführt. Wir verstehen diese Trennung nicht als formales Detail, sondern als Grundlage fachlicher Unabhängigkeit.

Prof. Dr. Dietmar Heubrock.
Dipl. Psychologe und rechtspsychologischer Sachverständiger

Prof. Dr. Dietmar Heubrock

Tätigkeitsschwerpunkte: Rechtspsychologie / Strafrecht (Aussagepsychologie, Schuldfähigkeit) / Waffenrecht (persönliche Eignung)

1977 – 1983 Studium der Psychologie in Münster. Tätigkeit als Klinischer Neuropsychologe, zunächst in der Rehabilitation Erwachsener, 1985 – 1995 in der neurologischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. 1987 Promotion.

1995 Wissenschaftlicher Assistent am Zentrum für Rehabilitationsforschung der Universität Bremen, dort Aufbau und Leitung der Neuropsychologischen Ambulanz für Kinder und Jugendliche. 1999 Habilitation, 2001 Hochschuldozent, Ernennung zum außerplanmäßigen Professor im Juni 2005, Verleihung der akademischen Bezeichnung „Professor" im Mai 2007.

2007 – 2019 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtspsychologie der Universität Bremen, ab 2019 bis 2024 als Hochschullehrer und Leiter der Arbeitsgruppe Rechtspsychologie des neu konstituierten Instituts für Psychologie der Universität Bremen tätig. 2024 Ruhestand als Hochschullehrer, seither im Institut für Rechtspsychologie GbR, Oldenburg, als forensischer Sachverständiger selbstständig tätig.

Mitgliedschaft in mehreren Fachverbänden und Wissenschaftlichen Beiräten, zeitweise Sachverständiger im Innenausschuss des Deutschen Bundestages (Novelle des Waffengesetzes) und des Sonderausschusses des Baden-Württembergischen Landtages zur Amoktat von Winnenden. Autor zahlreicher Bücher, Buchbeiträge und Zeitschriftenveröffentlichungen zu den Themen Neuro- und Biopsychologie, Forensische Neuropsychologie und Rechtspsychologie.

Rechtspsychologie
Publikationen

Heubrock, D. & Petermann, F.: Lehrbuch der Klinischen Kinderneuropsychologie: Grundlagen, Syndrome, Diagnostik und Intervention. Göttingen: Hogrefe, 2000.

Heubrock, D.: Münchhausen by proxy syndrome in clinical child neuropsychology: A case presenting with neuropsychological symptoms. Child Neuropsychology, 2001, 7, 273–285.

Heubrock, D.; Eberl, I. & Petermann, F.: Neuropsychologische Diagnostik bei Simulationsverdacht: Empirische Bewährung der Bremer Symptom-Validierung als simulationssensibles Untersuchungsverfahren. Zeitschrift für Neuropsychologie, 2002, 13, 45–58.

Heubrock, D.; Spranger, S.; Lex, B.; Lepach, A. C. & Petermann, F.: Interstitial deletion on chromosome 5q33.3q35.1 in a 6 year old girl – neuropsychological findings and follow-up in an extremely rare chromosomal aberration. Child Neuropsychology, 2003, 9, 129–141.

Heubrock, D. & Petermann, F.: Hypnotherapie bei Kindern und Jugendlichen. In: D. Vaitl & F. Petermann (Hrsg.), Entspannungsverfahren. Das Praxishandbuch (3., vollständig überarb. Aufl.; S. 143–158). Weinheim: Beltz-PVU, 2004.

Heubrock, D., Baumgärtel, F. & Stadler, M. A.: Psychologische Begutachtung zur „persönlichen Eignung" und zur „geistigen Reife" im neuen Waffengesetz [WaffG]. Praxis der Rechtspsychologie, 2004, 14, 82–96.

Heubrock, D., Lex, B. & Petermann, F.: Neuropsychologische Störungen beim Apert- und beim Crouzon-Syndrom. Monatsschrift Kinderheilkunde, 2005, 153, 55–61.

Rau, J., May, T. W., Pfäfflin, M., Heubrock, D. & Petermann, F.: Schulung von Kindern mit Epilepsie und deren Eltern mit dem Modularen Schulungsprogramm Epilepsie für Familien (FAMOSES) – Ergebnisse einer Evaluationsstudie. Die Rehabilitation, 2006, 45, 27–39.

Heubrock, D., Tobiassen, F. & Haas, N.: ProAna-Foren im Internet: eine tödliche Gefahr? Neue Herausforderungen für den polizeilichen Jugendschutz – Teil 1. Kriminalistik, 2007, 61, 588–595.

Schrenk, C.-U., Berger, J., Schlutius, J. & Heubrock, D.: Suizid-Foren im Internet: Verstöße gegen das BtMG und Tötungsdelikte – Möglichkeiten zur Abschätzung des Bedrohungspotentials. Neue Herausforderungen (nicht nur) für den polizeilichen Jugendschutz – Teil 2. Kriminalistik, 2007, 61, 595–600.

Heubrock, D. & Krull, J.: Täterpersönlichkeit und Waffengebrauch. Zur Forensischen Bedeutung der Verwendung opfernaher („hands-on") und opferferner („hands-off") Tatmittel bei Gewaltdelikten. Polizei & Wissenschaft, 3/2008, 2–16.

Heubrock, D. & Palkies, P.: Der Rapport – Grundlagen und Anwendung eines taktischen Kommunikationsmittels in der Beschuldigten- und Zeugenvernehmung. Kriminalistik, 2008, 62, 602–608.

Heubrock, D. & Petermann, F.: Kurzfragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren (K-FAF). Göttingen: Hogrefe, 2008.

Dobat, A. S., Prinz, E. & Heubrock, D.: Testbatterie zur waffenrechtlichen Begutachtung (TBWB). Göttingen: Hogrefe, 2008.

Heubrock, D.: Neuropsychologische Begutachtung im Sozialrecht – Die Diagnostik von Hirnfunktionsstörungen bei Verdacht auf nicht-authentisches Antwortverhalten. Praxis der Rechtspsychologie, 2008, 18, 258–280.

Mengeringhausen, U. & Heubrock, D.: „Der hat vielleicht bestimmt Angst und so, ich weiß es ja nicht." Eine Untersuchung zur interkulturellen Empathie bei deutschen, russlanddeutschen und türkischen Jugendlichen und Heranwachsenden. Polizei & Wissenschaft, 2/2012, 4–13.

Rabe, S. C. & Heubrock, D.: Die Liebe und ihr Henker – eine kriminalpsychologische Einzelfallanalyse über Stalking und Intimizid. Kriminalistik, 2013, 67, 44–53.

Heubrock, D., Scholl, H. & Petermann, F.: Die differentielle Validität neuropsychologischer Testverfahren zum Nachweis nicht-authentischer Störungen. Zeitschrift für Neuropsychologie, 2013, 24, 229–238.

Kadkhodaey, Y. & Heubrock, D.: Psychische Auswirkungen hoch konflikthafter Scheidungen auf Kinder – die Kontroverse um das „Parental Alienation Syndrome". Rechtspsychologie – Zeitschrift für Familienrecht, Strafrecht, Kriminologie und Soziale Arbeit, 2015, 1, 147–162.

Heubrock, D.: Lernen und Gedächtnis – Gedächtnispsychologische Grundlagen der Zeugenvernehmung. In: T. Porsch & B. Werdes (Hrsg.), Polizeipsychologie. Ein Lehrbuch für das Bachelorstudium Polizei (S. 59–88). Göttingen: Hogrefe, 2016.

Heubrock, D.: Beziehungsaufbau und -gestaltung in der Opferzeugenvernehmung. In: Rüegger, P. & Gysi, J. (Hrsg.), Handbuch sexualisierte Gewalt. Therapie, Prävention und Strafverfolgung (S. 281–289). Bern: Hogrefe, 2018.

Heubrock, D.: Grundlagen der Zeugenvernehmung: Vernehmungstechniken und Störungen der Erinnerungsleistung von Zeugen. In: Rüegger, P. & Gysi, J. (Hrsg.), Handbuch sexualisierte Gewalt. Therapie, Prävention und Strafverfolgung (S. 291–298). Bern: Hogrefe, 2018.

Heubrock, D.: Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom: Probleme der rechtspsychologischen Begutachtung bei einer seltenen Form der Kindesmisshandlung. Rechtspsychologie – Zeitschrift für Familienrecht, Strafrecht, Kriminologie und Soziale Arbeit, 2018, 4, 331–350.

Wolkenhaar, M. & Heubrock, D.: Zoophilie, Tierquälerei und Zoosadismus im Kontext von Gewalt- und Sexualstraftaten: Störungsmodelle, Frühwarnzeichen und Implikationen für die forensische Begutachtung. Rechtspsychologie – Zeitschrift für Familienrecht, Strafrecht, Kriminologie und Soziale Arbeit, 2020, 6, 234–258.

Wolkenhaar, M. & Heubrock, D.: Implikationen zoophiler und zoosadistischer Präferenzstörungen für die forensische Begutachtung: Tatbezogene Amnesien und die Frage der Schuldfähigkeit. Rechtspsychologie – Zeitschrift für Familienrecht, Strafrecht, Kriminologie und Soziale Arbeit, 2020, 6, 6–31.

Heubrock, D.: Das „Münchhausen-by-proxy"-Syndrom im Sorge- und Umgangsrecht. Neue Zeitschrift für Familienrecht, 2022, 9 (13), 579–582.

Heubrock, D.: Begutachtung im Verwaltungsrecht. In: Bliesener, T.; Lösel, F. & Dahle, K.-P. (Hrsg.), Lehrbuch Rechtspsychologie (2. überarbeitete Aufl.; S. 333–352). Bern: Hogrefe, 2023.

Dr. Carina Peters, M.Sc.
Psychologische Psychotherapeutin (TP) · Psychologische Sachverständige

Dr. Carina Peters, M. Sc.

Sachverständige für familienrechtliche Fragestellungen.

  • Bachelor- und Masterstudium der Klinischen Psychologie an der Universität Bremen.
  • 2020 Promotion an der Universität Bremen zum Thema „Übergriffe gegen Mitarbeiter*innen im Lösch- und Rettungsdienst“.
  • Approbation als Psychologische Psychotherapeutin (TP) an der Universität Oldenburg.
  • Seit 2022 in Weiterbildung zur Fachpsychologin für Rechtspsychologie (BDP/DGPs).
Rechtspsychologie Psychotherapie (TP)
Louise König, M.Sc., M.Sc.
Psychologische Psychotherapeutin · M.Sc. Klinische Psychologie und Psychotherapie · M.Sc. Rechtspsychologie

Louise König, M.Sc., M.Sc.

Sachverständige für Familienrecht:

  • Bachelorstudium der Psychologie mit anschließendem Masterstudium der Klinischen Psychologie und Psychotherapie an der Medical School Hamburg.
  • Weiteres Masterstudium der Rechtspsychologie an der Medical School Hamburg.
  • Approbation als Psychologische Psychotherapeutin (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) an der Universität Oldenburg.
Rechtspsychologie Psychotherapie (TP)
Forschung & Publikationen

Masterarbeiten

  1. Psychische Belastungen schwerst- und sterbenskranker Patienten im Verlauf einer spezialisierten Palliativversorgung und beeinflussende Faktoren.
  2. Entwicklung eines Kategoriensystems zur Erkennung eskalativer und deeskalativer Phasen in Bedrohungslagen.

Publikationen

Ullrich et al. (2022). What are the personal last wishes of people with a life-limiting illness? Findings from a longitudinal observational study in specialist palliative care. BMC Palliative Care.

Ullrich et al. (2021). Need for additional professional psychosocial and spiritual support in patients with advanced diseases in the course of specialist palliative care – a longitudinal observational study. BMC Palliative Care.

Ullrich, A., Hollburg, W., Schulz, H., Goldbach, S., Rommel, A., Müller, M., Kirsch, D., Kopplin-Foertsch, K., Messerer, J., König, L., Schulz-Kindermann, F., Bokemeyer, C., & Oechsle, K. (2022). What are the personal last wishes of people with a life-limiting illness?: Findings from a longitudinal observational study in specialist palliative care. BMC PALLIAT CARE, 21(1), 38. https://doi.org/10.1186/s12904-022-00928-1

Ullrich, A., Schulz, H., Goldbach, S., Hollburg, W., Rommel, A., Müller, M., Kirsch, D., Kopplin-Förtsch, K., Messerer, J., König, L., Schulz-Kindermann, F., Bokemeyer, C., & Oechsle, K. (2021). Need for additional professional psychosocial and spiritual support in patients with advanced diseases in the course of specialist palliative care – a longitudinal observational study. BMC PALLIAT CARE, 20(1), 182. https://doi.org/10.1186/s12904-021-00880-6

„Zwei eigenständige Felder unter einem gemeinsamen Dach — damit jeder Bereich für sich Klarheit hat.“
Anliegen

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